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<rss version="2.0"><channel><title>Wien Insight</title><link>http://www.wienwelt.at/rss_kolumne.xml</link><description>Ansichten und Einsichten zu Lifestyle und Shopping in Wien, sowie viele andere wichtige Themen, die frau (und man) in Wien bemerkenswert finden kann. Alltägliches und Besonderheiten. Eine vergnügliche und lehrreiche Kolumne von Renate.</description><language>de</language><lastBuildDate>Thu, 29 Jul 2010 17:50:32 +0200</lastBuildDate><item><title>Good Old-Fashioned Lover Boy oder manchmal muss man out sein</title><link>http://www.wienwelt.at/column.php?id=84</link><description>Ich pers&amp;ouml;nlich w&amp;uuml;rde mich ja nicht als Fashion-Victim bezeichnen. Da stimme ich schon eher dem Mann meines Herzens zu, der mich die &amp;bdquo;Stilpolizei&amp;ldquo; nennt. Und freue mich wenn meine Freundin E. wieder einmal eine modische Frage an ihren &amp;bdquo;Fashionguru&amp;ldquo; richtet. Oder mich meine Freundin G. coram publico zu ihrer &amp;bdquo;liebsten Einkaufbegleiterin&amp;ldquo; adelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zugegeben, ich glaube mich in Sachen Mode und Stil ganz gut auszukennen. Ich glaube auch, dass ich selten mit meinen Outfits daneben liege. Ich glaube schon, ziemlich gut informiert zu sein. Ich kenne viele Trends, laufe aber nicht jedem nach. Und da erstaunt es mich doch, wenn ich etwas komplett verschlafe. Neulich las ich eine Meldung, dass Segelschuhe wieder &amp;bdquo;in&amp;ldquo; seien. Und da staunte ich nicht schlecht &amp;ndash; denn ich wusste nicht, dass die jemals &amp;bdquo;out&amp;ldquo; waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;F&amp;uuml;r den Fall, dass sich jemand mit dem Begriff &amp;bdquo;Segelschuhe&amp;ldquo; schwer tut, sei kurz erkl&amp;auml;rt: Es handelt sich um Schuhe mit abgesteppter Vorderkante, Lederschuhb&amp;auml;ndern und wei&amp;szlig;er Sohle. Der Artikel, in dem ich las, dass Segelschuhe wieder das Berliner Modepflaster erobern, teilte mir auch mit, dass sie lange Zeit als spie&amp;szlig;ig galten und eben nur von Seglern getragen wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Moment lag mir ein lautes &amp;bdquo;Einspruch!&amp;ldquo; auf den Lippen. Es kann doch nicht sein, dass in meinem Schuhschrank etwas &amp;bdquo;Spie&amp;szlig;iges&amp;ldquo; Platz verstellt. Und ich habe Segelschuhe &amp;ndash; ich hatte die immer. Nur nannte ich sie nicht Segelschuhe sondern Leinenschuhe. In meinen Augen der perfekte Sommerschuh f&amp;uuml;r ein Casual Styling. Denn mit Shirt, Jeans, Pulli und eben jenen Schuhen kann man sowohl die Strandbar als auch danach den Club unsicher machen und hat f&amp;uuml;r beide Locations das richtige Styling. Mit Leinenschuhen kann man Radfahren, sie sind der ideale Begleiter beim sommerlichen Ausverkaufs-Kampfshopping und sie verzeihen auch den einen oder anderen Gewitterregen. Sogar bei Festivals wie dem Donauinselfest sind sie das ideale Fu&amp;szlig;kleid. Bequem und falls doch ein Malheur passiert kann die Waschmaschine es beseitigen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht muss ich mich doch mit der Tatsache abfinden, dass ich doch manchmal einen Trend nicht mitbekomme. Ich glaube, es gibt schlimmeres. Und einen Vorteil hat das ganze auch &amp;ndash; ich kann jetzt endlich meine abgetragenen Segelschuhe durch neue ersetzen. Denn wenn etwas &amp;bdquo;in&amp;ldquo; ist, bekommt man es auch leicht zum Kaufen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eure Renate</description><pubDate>Sun, 18 Jul 2010 00:00:00 +0200</pubDate></item><item><title>Uptown Girl  oder abseits der Hauptstraße</title><link>http://www.wienwelt.at/column.php?id=83</link><description>In New York ist es sicher die 5th Avenue. In London die Gegend rund um Portobello Road. In Berlin meiner Meinung nach Gegend in und um die Hackeschen H&amp;ouml;fe. Ich meine damit nat&amp;uuml;rlich Modemeilen oder Stra&amp;szlig;en und Gegenden wo es frau warm ums Herz oder leicht in der Brieftasche wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und Wien hat nat&amp;uuml;rlich auch seine Modemeilen. Nur meine ich damit weniger die Stra&amp;szlig;en rund um Graben und Kohlenmarkt. Denn sind wir uns ehrlich, wer hat schon die n&amp;ouml;tigen Mittel und die n&amp;ouml;tige Figur um dort einzukaufen? Die teuerste Erwerbung die ich dort jemals get&amp;auml;tigt habe, war ein Glas Champagner und ein halbes Dutzend Austern im Meinl am Graben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mich auf meiner &amp;ndash; unbewussten &amp;ndash; Suche nach den Modemeilen dieser Stadt dann doch eher abseits der Hauptgesch&amp;auml;ftsstra&amp;szlig;en herumgetrieben. Und wurde f&amp;uuml;ndig. Und zwar im 7. Bezirk, genauer gesagt in der Lindengasse. Unweit der Mariahilfer Stra&amp;szlig;e findet man Mode und Accessoires abseits von H&amp;amp;M, Zara und Konsorten. Bitte mich nicht falsch verstehen &amp;ndash; ich habe nichts gegen diese Ketten, nur manchmal st&amp;ouml;rt mich ein wenig der Einheitslook, den sie verbreiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da habe ich schon lieber eine Bluse von Zara und kombiniere sie mit einen Rock von Elke Freytag (www.elkefreytag.com, Lindengasse 14). Oder trage ein Shirt von Eclectick (www.eclectick.hu, Lindengasse 22) zur Jeans. In der Lindengasse Nr. 20 befindet sich der Shop von Wabisabi (www.alle-tragen-wabi-sabi.at). Und sp&amp;auml;testens ab &amp;bdquo;Buntw&amp;auml;sche&amp;ldquo; (www.buntwaesche.at, Lindengasse 31) schleppt man schon ziemlich viele Sackerl mit sich rum.&lt;br /&gt;Da war man aber noch nicht in einem meiner Lieblingsgesch&amp;auml;fte &amp;ndash; eine Leidenschaft, die ich im &amp;Uuml;brigen mit meiner Freundin G. teile: Kingpin (www.kingpin.co.at)! An der Ecke zur Zollergasse &amp;ouml;ffnet sich &amp;ndash; zumindest f&amp;uuml;r mich &amp;ndash; ein wahres El Dorado! Figurbetonte Kleider, sexy R&amp;ouml;cke &amp;ndash; schlichtweg (fast) alles was mein Mode-Herz begehrt. Und dann auch noch High Heels!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und weil die angewandte Fashionista nicht von Kleidung alleine leben kann, empfiehlt sich sp&amp;auml;testens ab diesem Zeitpunkt eine St&amp;auml;rkung &amp;ndash; und weil es in meiner Lieblingsgasse nichts gibt, was es nicht gibt, kann man sich im Maschu bei Limonana und Falafel st&amp;auml;rken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wer danach wieder Energie hat und noch ein paar M&amp;uuml;nzen im Geldbeutel schaut noch auf einen Sprung zu Ozelot (www.ozelot.at, Lindengasse 43). Denn vielleicht findet sich ja eine coole Tasche oder ein Rucksack um die stylischen Neuerwerbungen ebenso stylisch nach Hause zu karren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bitte mich nicht falsch verstehen, ich wei&amp;szlig; sehr wohl, dass Konsum und Shopping nicht alles im Leben ist &amp;ndash; aber es geh&amp;ouml;rt zu jenen Teilen, die verdammt viel Spa&amp;szlig; machen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eure Renate&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description><pubDate>Mon, 21 Jun 2010 00:00:00 +0200</pubDate></item><item><title>Electro Message oder wenn Unützes zum Problem wird</title><link>http://www.wienwelt.at/column.php?id=82</link><description>&lt;p&gt;Der Mensch von heute g&amp;ouml;nnt sich ja ansich wenig, aber dann doch technische Gimmicks sonder Zahl. Vom Handy angefangen &amp;ndash; geh&amp;ouml;re ich wirklich zu einer aussterbenden Art, wenn ich damit nur telefonieren und smsen will? &amp;ndash; &amp;uuml;ber Navigationsger&amp;auml;t bis hin zu Netbooks. Was mich an eine Unterhaltung mit dem Mann meines Herzens erinnert, wo wir uns doch tats&amp;auml;chlich dar&amp;uuml;ber unterhalten haben, ob es Sinn macht sich ein Netbook zu kaufen, damit er arbeiten kann w&amp;auml;hrend er seine Notebooks ins B&amp;uuml;ro transportiert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nat&amp;uuml;rlich machen sehr viele dieser Ger&amp;auml;te wirklich Sinn und kommen unserer modernen Arbeits- und Lebenswelt sehr entgegen. Wir benutzen Notebooks um auch einmal im Kaffeehaus einen Gesch&amp;auml;ftsbrief schreiben zu k&amp;ouml;nnen, Smartphones um unterwegs nachschauen zu k&amp;ouml;nnen, wann und wo unser n&amp;auml;chster Termin ist. Wir nutzen Podcasts um Nachrichten oder unsere Lieblingssendungen nachzuh&amp;ouml;ren. Im TV vers&amp;auml;umen wir dank Festplattenrekorder kein Spiel der Fu&amp;szlig;ball-WM (au&amp;szlig;er man will es).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch die &amp;Uuml;berwachung und Erhaltung unserer Gesundheit legen wir zu einem Teil in die Elektroden von technischen Tools. Wir haben Dampfgarer in der K&amp;uuml;che um unser Essen m&amp;ouml;glichst schonend zuzubereiten. Wir benutzen Blutdruckmesser um den Hypochonder in uns zu beruhigen und elektronische Waagen um den Sportmuffel in uns auszuschalten. Und wenn der Sportmuffel endg&amp;uuml;ltig ausgeschaltet ist, dann benutzen wir Herzfrequenzmesser um m&amp;ouml;glichst effizient zu trainieren. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und irgendwie haben wir uns an all diese Ger&amp;auml;te derma&amp;szlig;en gew&amp;ouml;hnt, dass sie uns erst auffallen, wenn sie nicht mehr funktionieren. Vor kurzem gab mein Herzfrequenzmesser seinen Geist auf. Die Fehleranalyse ergab eine leere Batterie. Nichts, was ich nicht selber mit geringem zeitlichem und finanziellem Aufwand beheben k&amp;ouml;nnte. Doch leider hab ich die Rechnung ohne den Hersteller gemacht. Als sich das Batteriefach nicht und nicht &amp;ouml;ffnen lie&amp;szlig;, konsultierte ich die Gebrauchsanweisung und las mit Erstaunen den Satz &amp;bdquo;Die Batterie kann nicht getauscht werden.&amp;ldquo; Und weil ich das schlichtweg f&amp;uuml;r bescheuert hielt, rief ich auch noch beim Kundendienst an. Nein, lautete die Auskunft, die Batterie kann nicht getauscht werden. Aber wenn ich meinen Sender einschicke bekomme ich einen neuen um 35 Euro &amp;ndash; statt 50 Euro wie man mir erfreut mitteilte. Auf die Nachfrage, was den mit jenen Teilen passiere, die eingeschickt werden, kam die weniger erfreute Aussage, dass sie entsorgt werden. Meine Anmerkung, dass eine solche Vorgehensweise anhand der Umweltprobleme unseres Planten ziemlich bedenklich ist wurde doch glatt mit &amp;bdquo;Ist mir doch wurscht!&amp;ldquo; quittiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, wir sollten in Zukunft wirklich etwas mehr dar&amp;uuml;ber nachdenken, ob wir all die netten technischen Kleinigkeiten, die wir so gerne haben wollen, auch wirklich brauchen. Und ich achte beim n&amp;auml;chsten Kauf ganz sicher darauf, dass man die Batterie auch tauschen kann!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eure Renate&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</description><pubDate>Sat, 12 Jun 2010 00:00:00 +0200</pubDate></item><item><title>Just Like A Woman oder xxxxxx</title><link>http://www.wienwelt.at/column.php?id=81</link><description>&lt;br /&gt;Mein Freund B. macht es sich manchmal einfach. Wenn etwas zweimal stattgefunden hat, dann ist es eine Tradition und muss fortgef&amp;uuml;hrt werden. Und so schlecht ist das manchmal nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich mich bereits zweimal &amp;uuml;ber den Frauenlauf ge&amp;auml;u&amp;szlig;ert habe, ist es eine Tradition, dar&amp;uuml;ber zu schreiben. Eine Tradition, der ich gerne nachkomme. Ebenfalls Tradition sind schon die Superlative das gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Frauenlaufs Kontinentaleuropas. So gehen heuer 21.100 Frauen und M&amp;auml;dchen &amp;uuml;ber die 5- und 10-Kiliometer-Strecke an den Start &amp;ndash; Teilnehmerinnen-Rekorde werden auch zur Tradition. Und ich bin mir sicher, dass die traditionell gute Organisation trotz leichter Ver&amp;auml;nderungen bei Strecke und Zielraum gew&amp;auml;hrleistet ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einer Tradition breche ich aber: Ich mache heuer nicht mit. Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass Laufen wirklich eine tolle Sportart ist, die frau (und man) leicht &amp;uuml;berall aus&amp;uuml;ben kann, dass die Einstiegsh&amp;uuml;rden wirklich sehr niedrig sind und dass es nicht mein Ding ist! Daf&amp;uuml;r habe ich ziemlich lange gebraucht und sehr mit mir gerungen. Oft genug hab ich mich gefragt, was denn an mir falsch sei, weil es mir keinen Spa&amp;szlig; macht durch die Gegend zu traben. Ich habe die Musik in meinen Ohren, meine Allgerien oder eine (eingebildete) Unsportlichkeit daf&amp;uuml;r verantwortlich gemacht &amp;ndash; denn Millionen von begeisterten L&amp;auml;ufern k&amp;ouml;nnen sich ja nicht irren. Doch irgendwann kam mir die Erkenntnis: Nichts ist an mir falsch, es ist nur nicht jeder zum L&amp;auml;ufer geboren! Und jede(r) findet schon ihren (seinen) pers&amp;ouml;nlichen Sport mit dem sie (er) sich wohl f&amp;uuml;hlt und den sie (er) gerne aus&amp;uuml;bt. Und als ich dies erkannte, schwang ich mich erleichtert auf mein Fahrrad und drehte fr&amp;ouml;hlich meine Runden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dennoch freue ich mich, dass so viele Frauen ihren Spa&amp;szlig; am Laufen haben! Als ich in den letzten Wochen meine Touren machte, sind mir viele Frauen aufgefallen, die alleine oder in Gruppen (oft auch schon in den ber&amp;uuml;hmten Frauenlauf-T-Shirts der vergangenen Jahre) joggten. Sicher waren da auch schon viele Trainingsstrecken dabei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich freue mich f&amp;uuml;r meine Freundinnen und f&amp;uuml;r alle 21.100 Frauen, die sich auf den Weg machen um Heldinnen zu werden. Und bitte nicht b&amp;ouml;se sein, wenn ich meinen Startplatz einer Dame &amp;uuml;berlassen habe, die wirklich viel Freude damit hat!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eure Renate&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description><pubDate>Fri, 28 May 2010 00:00:00 +0200</pubDate></item><item><title>Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehen oder eine schöne und aufregende Stadt</title><link>http://www.wienwelt.at/column.php?id=80</link><description>Neulich in einer regnerischen Nacht in Bremen: Meine Freundin G. und ich sa&amp;szlig;en mit ein paar &amp;bdquo;Nordlichtern&amp;ldquo; zusammen, die uns die Sch&amp;ouml;nheit ihrer Stadt begreiflich machen wollten. Zugegeben, sie hatten auch Erfolg. Und dann kam die Frage: &amp;bdquo;Was hat denn Wien eigentlich so zu bieten?&amp;ldquo; G. &amp;ndash; im &amp;Uuml;brigen eine geborene Bayerin &amp;ndash; und ich kamen in diesem Moment ins Schw&amp;auml;rmen und h&amp;ouml;rten l&amp;auml;nger nicht mehr zum Reden auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, ich sage hier nichts neues, wenn ich erw&amp;auml;hne, wie sehr ich meine Stadt mag. Speziell in der Fr&amp;uuml;hsommer-Sommer-Phase. Nicht nur, dass sie wieder zum Leben erwacht, dass die Fahrr&amp;auml;der ausgepackt und die Parks liebevoll auf Vordermann gebracht werden. Ich mag es auch, wenn der B&amp;uuml;rgermeister und die Pr&amp;auml;sidentin der Wirtschaftskammer symbolisch Tisch und Sesseln in den Garten tragen, um zu zeigen, dass die Schanigarten-Saison (f&amp;uuml;r diesen Begriff hatten wir in Bremen einigen Erkl&amp;auml;rungsbedarf) er&amp;ouml;ffnet ist. Ich mag es die ersten Drinks an den &amp;ndash; mittlerweile &amp;ndash; zahlreichen Str&amp;auml;nden am Donaukanal zu genie&amp;szlig;en und freue mich immer wieder &amp;uuml;ber das kulturelle Programm, dass Wien zu bieten hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A propos Kultur: Im Moment findet ein wahrer Schauspiel-Marathon in dieser Stadt statt. Richtig, die Wiener Festwochen haben ihre Tore ge&amp;ouml;ffnet. Mehr als 30 Theaterproduktionen, zahlreiche Konzerte und andere Veranstaltungen bereichern in den n&amp;auml;chsten Wochen das ohnehin schon reichhaltige Kulturprogramm der Stadt. Und da sollte doch f&amp;uuml;r jeden etwas dabei sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Mann meines Herzens und ich sind ja wahre Festwochen-Freaks: So setzten wir uns heuer neun Stunden lang in &amp;bdquo;Lipsynch&amp;ldquo; &amp;ndash; und bereuten trotz Wassereinbruchs keine Minute. Wir konnten &amp;uuml;berpr&amp;uuml;fen, dass Luc Bondys Inszenierung von Schnitzlers Liebelei &amp;ndash; &amp;bdquo;Sweet Nothings&amp;ldquo; &amp;ndash; zu recht in London und Z&amp;uuml;rich so gute Kritiken hatte. Wir gingen besch&amp;auml;mt durch &amp;bdquo;Exhibit A&amp;ldquo;. Aber das ist erst der Anfang: F&amp;uuml;r &amp;bdquo;Hass&amp;ldquo; lassen wir uns mit Bussen an einen noch unbekannten Auff&amp;uuml;hrungsort karren. Wenn wir in &amp;bdquo;100 Prozent Wien&amp;ldquo; gehen k&amp;ouml;nnen wir sicher sein, dass wir jene Auff&amp;uuml;hrung mit den meisten Darstellern auf der B&amp;uuml;hne sehen &amp;ndash; n&amp;auml;mlich 100 Wienerinnen und Wiener. Und bei Elfriede Jelineks &amp;bdquo;Rechnitz&amp;ldquo; k&amp;ouml;nnen wir sicher sein, dass wir einem wahren Textmassiv aussetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bewundere den Mann meines Herzens auch daf&amp;uuml;r, dass er &amp;ndash; bisher kein Operngeher &amp;ndash; sich dem musikalischen Schauspiel n&amp;auml;hert und sich mit mir &amp;bdquo;Lulu&amp;ldquo; und &amp;bdquo;Wozzek&amp;ldquo; von Alban Berg ansieht und anh&amp;ouml;rt. Auf meinen Einwand, dass das vielleicht nicht unbedingt die richtige &amp;bdquo;Einstiegsdroge&amp;ldquo; in die Opernwelt sei, meinte er nur: &amp;bdquo;Wann habe ich wieder die Gelegenheit, das in dieser Qualit&amp;auml;t zu sehen?&amp;ldquo; Und zumindest beim &amp;bdquo;Wozzek&amp;ldquo; hat er auch nicht bereut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eure Renate</description><pubDate>Fri, 21 May 2010 00:00:00 +0200</pubDate></item><item><title>Blond Over Blue oder wenn die Finger zu langsam sind</title><link>http://www.wienwelt.at/column.php?id=79</link><description>Ich muss es einmal zugeben, ich bin nicht wirklich gut im Rechtschreiben. Dass dies hier nicht so sehr auff&amp;auml;llt, liegt an meiner wunderbaren Lektorin K. Nur allzu oft muss sie meine &amp;uuml;ber den Text verstreuten Beistriche auf ihre richtigen Pl&amp;auml;tze verweisen. Denn meistens ist mein Kopf schon viel schneller als meine Finger. Und dann kommen schon einmal Worte wie &amp;bdquo;Befrodung&amp;ldquo; zu Stande. Kein Grund zur Verzweiflung, denn auch der schlimmste Tippfehler kann zu einem Running Gag gemacht werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal w&amp;uuml;nsche ich mir, meine Tastatur w&amp;uuml;rde &amp;bdquo;Stopp&amp;ldquo; schreien, wenn sich mein Finger wieder einmal dem falschen Buchstaben n&amp;auml;hert. Und nachdem es nichts gibt, was sich nicht bereits wer &amp;uuml;berlegt hat und es ebenfalls nichts gibt, was man im Internet nicht findet &amp;ndash; gibt es eine solche Tastatur bereits. Und um das ganze noch zu toppen, nennt sie sich die 1. Computer-Tastatur f&amp;uuml;r Blondinen und pr&amp;auml;sentiert sich &amp;ndash; man m&amp;ouml;chte fast sagen &amp;ndash; nat&amp;uuml;rlich in Barbie-Rosa.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob das mit dem Rufen wirklich funktioniert, konnte ich leider nicht vorstellen. Aber daf&amp;uuml;r gibt es ein paar andere Dinge, die wirklich verlockend klingen. So verspricht der Werbetext &amp;bdquo;spezielle Tasten f&amp;uuml;r einfaches Texten&amp;ldquo; &amp;ndash; vermutlich die sogenannte Geistesblitz-Taste. Und dann gibt es auch &amp;bdquo;Tasten f&amp;uuml;r coole und interessante Websites&amp;ldquo; &amp;ndash; ich w&amp;uuml;rde sie die www.wienwelt.at-Taste nennen. Hoffentlich wird auch eine &amp;bdquo;Browser-Beschleunigungs-Taste&amp;ldquo; mitgeliefert, manchmal braucht man eine solche ganz dringend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ich wirklich witzig finde sind die Beschriftungen auf der Tastatur. Die Enter-Taste &amp;bdquo;Yes! I want it&amp;ldquo; zu nennen ist schon fast eine Ironie gegen&amp;uuml;ber Redmond, wo die Best&amp;auml;tigung der Best&amp;auml;tigung anscheinend unbedingt notwendig ist. Die Shift-Taste hei&amp;szlig;t &amp;bdquo;Very Smart Blonde Button&amp;ldquo; &amp;ndash; ein Zusammenhang, den ich mir auch nur schwer erkl&amp;auml;ren kann. Die Control-Taste ist ein &amp;bdquo;Totally Useless Key&amp;ldquo;. Auch sehr nett, und erinnert mich daran, dass meine Ex-Kollegin H., sie auf der deutschen Tastatur konsequent &amp;bdquo;String&amp;ldquo; nannte. Und Backspace wird schlicht und einfach zu &amp;bdquo;Oops!&amp;ldquo;&amp;nbsp; Und nicht unerw&amp;auml;hnt darf bleiben, dass die Blondinen-Tastatur auch alle Funktionen einer normalen Tastatur besitzt. Da bleibt doch kein Wunsch offen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jetzt noch einmal schnell die Rechtschreibpr&amp;uuml;fung laufen lassen, damit die arme K. nicht allzu viel Arbeit mit meinem schnellen Kopf und meinen langsamen Fingern hat!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eure Renate&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description><pubDate>Fri, 07 May 2010 00:00:00 +0200</pubDate></item><item><title>Fehler im System oder untersuchte Fehlkäufe</title><link>http://www.wienwelt.at/column.php?id=78</link><description>Grunds&amp;auml;tzlich habe ich ja so mein Problem mit Studien und Umfragen. Wenn man wei&amp;szlig;, wer sie beauftragt hat, wei&amp;szlig; man meistens auch schon was herauskommt. In meiner pers&amp;ouml;nlichen Rangliste ganz oben sind hier zumeist die Untersuchungen der Arbeiterkammer (bitte mich nicht falsch zu verstehen, ich halte sie als Institution f&amp;uuml;r sehr wichtig &amp;ndash; nur sollte sie sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren), denn eigentlich l&amp;auml;uft es fast immer auf das gleiche hinaus. Man soll vergleichen und verhandeln &amp;ndash; egal ob es um Kreditzinsen, Urlaubsreisen oder den Autokauf geht. No na, f&amp;auml;llt mir dazu nur ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wenn ein Unternehmen wie eBay die Fehlk&amp;auml;ufe und ihre Schicksale von Herrn und Frau &amp;Ouml;sterreicher untersucht, dann erwarte ich mir nicht viele neue Erkenntnisse. Dass mehr als die H&amp;auml;lfte der &amp;Ouml;sterreicher zu spontanen K&amp;auml;ufen, die sie danach nicht mehr benutzen, neigt, hat mich nicht besonders verwundert. Dass M&amp;auml;nner und Frauen im gleichen Ausma&amp;szlig; davon betroffen sind, hat mich jetzt erstaunt, dachte ich mir doch, dass M&amp;auml;nner &amp;ouml;fter zu sinnlosen Spontank&amp;auml;ufen neigen, meiner Meinung nach wegen ihres &amp;bdquo;Haben-wollen-Instinkts&amp;ldquo; und weil ich doch zahlreiche Herren kenne, die sich weigern im Gesch&amp;auml;ft etwas anzuprobieren.&lt;br /&gt;Was mich auch wenig gewundert hat, dass es bei den Fehlk&amp;auml;ufen auch ziemlich klischeehaft zugeht. Frauen kaufen spontan eher Kosmetik, Deko oder Haushaltsger&amp;auml;te (ich m&amp;ouml;chte eigentlich nicht genau wissen, wie viele unbenutzte Brotbackautomaten in diesem Land herumstehen), w&amp;auml;hrend M&amp;auml;nner ihr Herz ganz kurzfristig eher an Werkzeuge, Elektronik und Computerzubeh&amp;ouml;r h&amp;auml;ngen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dass es besonders teuer wird, wenn das schlechte Gewissen in Sachen Bewegung wieder einmal zuschl&amp;auml;gt, wundert mich auch nicht besonders. Leider verschweigt mir die Studie wie hoch der Anteil der ein- oder keinmal benutzen Bauchweg-Trainer, der &amp;bdquo;Ich-werde-schlank-und-sch&amp;ouml;n-ohne-Anstrengung-Trainingsg&amp;uuml;rtel&amp;ldquo; (z&amp;auml;hlen die eigentlich als Sportger&amp;auml;te?) an der Gesamtheit ist. Ich pers&amp;ouml;nlich w&amp;uuml;rde den Anteil bei mindestens einem Drittel sch&amp;auml;tzen. Wobei ich auch der Meinung bin, dass gewisse Dauerwerbesendungen, die einen durchtrainierten K&amp;ouml;rper und Fitness nach nur f&amp;uuml;nf Minuten Anwendung am Tag versprechen, nicht gerade unschuldig sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als jemand, der sich mit Training ein wenig auskennt, darf ich auch eine No-na-Erkenntnis verbreiten: Ohne Schwei&amp;szlig; kein Preis. Also rausgehen, sich das Fahrrad, die Laufschuhe, die Nordic-Walking-St&amp;ouml;cke oder die Badehose schnappen und damit auch dauerhaft Spa&amp;szlig; haben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eure Renate&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description><pubDate>Fri, 30 Apr 2010 00:00:00 +0200</pubDate></item><item><title>Fakin’ It oder Echtes für Originale</title><link>http://www.wienwelt.at/column.php?id=77</link><description>&lt;p&gt;Es gibt ja viele unendliche Geschichten. Da gibt es das tolle Buch von Michael Ende. In der &amp;ouml;sterreichischen Politik nennt man die Verwaltungsreform eine unendliche Geschichte und manche bezeichnen gerne das zyklische Auf und Ab der Weltwirtschaft als eine unendliche Geschichte. Und dann gibt es noch die kleinen pers&amp;ouml;nlichen unendlichen Geschichten, also jene Dinge und &amp;ndash; vielleicht sogar Probleme &amp;ndash; die sich durch die Wirren des Alltags einer endg&amp;uuml;ltigen L&amp;ouml;sung entziehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Meine pers&amp;ouml;nliche unendliche Geschichte ist eine harmlose &amp;ndash; bitte jetzt nicht das gro&amp;szlig;e G&amp;auml;hnen bekommen. Ich bin seit Jahr und Tag auf der Suche nach den perfekten schwarzen Pumps. Vor kurzem war ich einem Happy End so nahe wie noch nie. Ich stand in einem meiner Lieblings-Schuhgesch&amp;auml;fte und probierte mich durch die neue Kollektion und da waren sie &amp;ndash; und sie passten wie angegossen. Ich war schon auf dem Weg zur Kassa, da sah ich den Fehler: Sie hatten eine rote Sohle und waren nicht von Christian Louboutin. Und somit blieben sie im Gesch&amp;auml;ft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als ich bei einem Glas Wein meiner Freundin E. mein Leid klagte, zeigte sie wenig Verst&amp;auml;ndnis: &amp;bdquo;Au&amp;szlig;er dir h&amp;auml;tte doch eh keiner den Unterschied bemerkt!&amp;ldquo; Und da genau das war es. Ich h&amp;auml;tte es gewusst dass es kein Original sondern ein Fake ist &amp;ndash; und ich bin halt der Meinung, dass ich mir nur Echtes verdient habe. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gef&amp;auml;lschte Produkte sind ein leider ein bl&amp;uuml;hendes Gesch&amp;auml;ft. Es ist nicht legal und man kann nie wissen unter welchen Umst&amp;auml;nden die Louis-Vuitton-Taschen um f&amp;uuml;nf Euro in irgendeinem Urlaubsland erzeugt werden. Das ist die rechtliche Seite. Bei mir kommt noch dazu, dass ich mir mehr wert bin. Wenn ich mir das Original nicht leisten kann, dann spare ich entweder darauf oder ich verzichte. Denn ich w&amp;uuml;rde immer wissen, dass es eben eine Imitation ist &amp;ndash; und das ist es mir nicht wert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und es m&amp;uuml;ssen ja nicht immer die Top-Designer sein &amp;ndash; es gibt so viele Labels, die frau sich leisten und die dann auch noch echt sind. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eure Renate&lt;/p&gt;</description><pubDate>Fri, 16 Apr 2010 00:00:00 +0200</pubDate></item><item><title>Veronika der Lenz ist da oder nein, das Wetter ist wirklich nicht Schuld</title><link>http://www.wienwelt.at/column.php?id=76</link><description>&lt;p&gt;Neulich hatte Kollege S. schlechte Laune. Nach dem Grund befragt, schob er seinen Gem&amp;uuml;tszustand auf das Wetter. Sehr zum Unverst&amp;auml;ndnis von seinen Kollegen und meiner Wenigkeit. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nein, ich kann es wirklich nicht verstehen, dass man im Moment wegen des Wetters schlechte Laune hat. Denn so toll wie jetzt wird es in diesem Jahr wahrscheinlich nicht mehr so schnell werden. Denn jetzt ist alles m&amp;ouml;glich. F&amp;uuml;r die letzten Unverzagten gibt es noch ausreichend Schnee und Pistenkilometer. Und f&amp;uuml;r die ersten Unverzagten gibt es schon Radtouren bei denen man mit ein bisschen Gl&amp;uuml;ck einen wundersch&amp;ouml;nen Regenbogen &amp;uuml;ber Korneuburg sehen kann und auf einer noch (fast) leeren Donauinsel Tempo machen kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nein, ich kann es wirklich nicht verstehen, dass man im Moment wegen des Wetters schlechte Laune hat. Die Schanigarten-Saison hat bereits begonnen und man kann schon die ersten Spritzer drau&amp;szlig;en trinken &amp;ndash; meine Freundin E. und ich haben das schon erfolgreich ausprobiert. Man kann sich durch die neuen Eis-Kreationen testen &amp;ndash; Kollegin M. freut sich schon auf Caipirinha oder Campari Orange. Angeblich sollen dieses Jahr &amp;bdquo;alkohlische&amp;ldquo; Sorten der letzte Renner sein. Und wessen Geschmack damit nicht getroffen wird kann sich an Klassiker wie Stracciatella, Schokolade oder Vanille halten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nein, ich kann wirklich nicht verstehen, dass man im Moment wegen des Wetters schlechte Laune hat. Kann man doch im Moment noch unter einer gro&amp;szlig;en Auswahl von Fr&amp;uuml;hlings- und Sommermodellen w&amp;auml;hlen, alle Trends ausprobieren und au&amp;szlig;erdem hat man noch ausreichend Zeit um seine pers&amp;ouml;nliche Bikinifigur zu erreichen. Man kann noch entscheiden, ob man wirklich zu Tunikas greifen will und ob einem Blumenmuster wirklich stehen. Man hat noch die volle Auswahl bei Schaftsandalen &amp;ndash; dem absoluten Must-Have dieses Sommers. Frei nach dem Motto &amp;bdquo;unten luftig und oben angezogen&amp;ldquo;. Mein pers&amp;ouml;nlicher Favorit ist die cremewei&amp;szlig;e Stiefelsandale von Patrizia Pepe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nein, ich kann wirklich nicht verstehen, dass man im Moment wegen des Wetters schlechte Laune hat. Und wenn doch, dann setze man sich eine Sonnebrille auf und spaziere bei diesem Wetter durch die Stadt &amp;ndash; und das sollte die schlechte Laune endg&amp;uuml;ltig in Luft aufl&amp;ouml;sen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eure Renate&lt;/p&gt;</description><pubDate>Tue, 30 Mar 2010 00:00:00 +0200</pubDate></item><item><title>In The Days Of The Caveman oder die andere Art des Fastens</title><link>http://www.wienwelt.at/column.php?id=75</link><description>&lt;br /&gt;Die Fastenzeit hat begonnen. Viele &amp;ndash; auch nicht so gl&amp;auml;ubige Menschen &amp;ndash; nutzen die 40 Tage vor Ostern um Verzicht zu &amp;uuml;ben. Traditionell war ja der Genuss von Fleisch untersagt, heutzutage verzichtet man gerne auf S&amp;uuml;&amp;szlig;igkeiten oder Alkohol oder schr&amp;auml;nkt allt&amp;auml;gliche Gewohnheiten wie Fernsehen oder Ausgehen ein. Aber keine Regel ohne eine Ausnahme: Das Fastenbrechen ist eine ebenso alte Tradition wie das Fasten an sich. Also, lieber T., keine Sorge wegen der Unterbrechung des Alkoholverzichts, denn laut Lexikon &amp;bdquo;ist das Fastenbrechen oft mit einer gemeinsamen Feier oder einer besonderen Mahlzeit verbunden&amp;ldquo;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem die Fastenzeit die warme Jahreszeit einl&amp;auml;utet, wird sie von vielen auch genutzt, um den l&amp;auml;stigen Winterspeck wieder los zu werden. Meiner bescheidenen Meinung nach ist das Rezept um schlank zu werden und zu bleiben eigentlich ziemlich einfach: Ern&amp;auml;hr dich vern&amp;uuml;nftig und bewege dich! Aber da gibt es ja zahllose Methoden, die Erfolg versprechen sollen &amp;ndash; von Hollywood- &amp;uuml;ber Brigitte-Di&amp;auml;t, von Heilfasten &amp;uuml;ber die Atkins-Methode, von Metabolic bis zur Trennkost! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Methoden werden immer skurriler. Las ich doch neulich von der &amp;bdquo;Caveman&amp;ldquo;-Bewegung, die gerade in New York zahlreiche Anh&amp;auml;nger hat. Sie bevorzugen die Lebensweise der H&amp;ouml;hlenmenschen. Also ern&amp;auml;hrungstechnisch &amp;ndash; ich hoffe nicht, dass sich die Herrschaften in Mammutfelle h&amp;uuml;llen und H&amp;ouml;hlen in den Central Park buddeln. Sie essen riesige Mengen Fleisch auf einmal und fasten dann so lange bis der n&amp;auml;chste H&amp;ouml;hlenb&amp;auml;r erlegt wird (hoffentlich nur im &amp;uuml;bertragenen Sinne), also ganz wie es unsere Vorfahren tun mussten. Zwischen den Hauptmahlzeiten sind nur Gem&amp;uuml;se und Obst erlaubt. Denn zu Zeiten der J&amp;auml;ger und Sammler gab es noch keinen Ackerbau und somit auch kein Brot, keine Nudeln und schon gar keine Chips. Und um bei der Jagd erfolgreich zu sein (Shopping kann ja bekanntlich sehr anstrengend sein) konzentrieren sich die H&amp;ouml;hlenmenschen von Manhattan auf Laufen und Springen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;F&amp;uuml;r wen das doch keine geeignete Form des Verzichts ist, dem empfehle ich den Genuss der Ice-Age-Trilogie!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eure Renate</description><pubDate>Sun, 28 Feb 2010 00:00:00 +0100</pubDate></item></channel></rss>
