Oops! I Did It Again oder die peinliche Fassungslosigkeit

Oops! I Did It Again oder die peinliche Fassungslosigkeit
Wien Insight

Wer hat nicht den Auftritt von Britney Spears bei den MTV Video Music Awards gesehen? Oder zumindest davon gehört, oder eine Bemerkung darüber gelesen oder gehört? Wohl keiner, und deshalb will ich auch mit meiner Meinung nicht hinter dem Berg halten.
Unglaublich war das erste, das mir dazu eingefallen ist. Und: „Hat die keine Berater?“, war das zweite. Ich gebe es zu ich bin kein großer Fan von ihr und ihre privaten Eskapaden holen mich nicht hinterm Ofen hervor. Dennoch war mir nicht entgangen, dass es sich bei Britney’s Auftritte um gestylte und durch-choreographierte Events handelt. Und dann das!
Ich persönlich habe ja nichts gegen Bikinis, aber auf der Bühne?? Und noch dazu ein Pseudo-Glitzer-Modell, das zwischen Rimini und Antalya eher Hohn und Spott, denn Bewunderung hervorrufen würde. Kann sich nicht ein Modeberater der armen Seele annehmen? Und für den Fall, dass das einer gemacht hat – könnte man dem bitte die Lizenz (oder was auch immer ihn für diesen Beruf befähigt hat) entziehen?
Nicht, dass ich besonders viel von Tanz verstehen würde, aber sogar mir ist aufgefallen, dass die Bewegungen nicht mehr als ein wenig Hinternwackeln waren. Das geht ja heutzutage gar nicht mehr, wo doch schon jeder Casting-Show-Pseudo-Star eine eigene ausgefallene Choreographie hat (und diese zumeist besser beherrscht als den Gesang). Vielleicht hätte ja die berühmte Boa den Auftritt retten können – zumindest hätte sie sich besser bewegt als der Star.
Doch egal was man von diesem Auftritt hält: Sie hat erreicht, was sie (oder ihr Management) wollte. Britney Spears ist wieder in aller Munde. Und egal ob man den Song gut oder schlecht findet, er wird sicher so oft gekauft oder heruntergeladen (manchmal vielleicht sogar deshalb, weil er nicht gut gefunden wird), dass er die Charts stürmen wird. Und wie sagte ein Musikmanager, dessen Namen ich vergessen habe? So schlecht, dass es nicht gut für Karriere ist, kann man gar nicht sein.